Armband-Elektronik: Samsung sichert sich Markenrechte für Smartwatch

Samsung gießt Öls ins Gerüchtefeuer: Wie jetzt bekannt wurde, hat sich der südkoreanische Elektronikkonzern Ende Juli die US-Rechte für die Handelsmarke „Samsung Galaxy Gear“ gesichert. Das Unternehmen bezeiht sich im Antrag auf ein „tragbares, digitales, elektronisches Gerät in Form einer Armbanduhr“. Daher sind viele Techblogger fest davon überzeugt, dass Unternehmen Samsung arbeitet auch an einer Smartwatch.

Die Enthüllung der neuen Uhr, so geht das Gerücht weiter, wird am 4. September im Rahmen des „Unpacked“-Events in Berlin stattfinden. Samsung Deutschland besitze sogar schon einen Prototypen des Galaxy-Zubehörs und Screenshots seien auch schon aufgetaucht.

Hinter der Idee derSmartwatches steht der Versuch, Handyfunktionen am Handgelenk nutzbar zu machen. Praktisch allen großen Smartphone- und Elektronikkonzernen wird derzeit nachgesagt, dass sie so ein Gerät entwickeln.

Das Interesse an der Technologie kommt nicht von ungefähr: Denn Smartwatches sind mehr als nur ein Handy am Armgelenk. Sie sind Rechner, Fernsteuerung und Sensor zugleich – und zeigen dabei beiläufig auch die Uhrzeit an. Ihre zentrale Aufgabe ist die eines Messgerätes, das unser Leben überwacht und uns ans Internet der Dinge anschließt. Sie sind eher teilnehmende Beobachter des Alltags als Wecker mit E-Mail- Funktion.

Über kurz oder lang könnten sie uns die Kontrolle anderer „smarter“ Geräte abnehmen und uns von unserer technischen Umwelt entkoppeln. Die Smartwatch würde dann die ständige Vertretung der Datenwelt in unserem Leben. Damit könnte der neue Hype vor allem ein Zeichen für den Beginn einer neue Interface-Philosophie sein. Ein Vorstoß in die Zeit nach reiner Touch-Bedienung.

 

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