Sicherheit: Einbruch in FreeBSD-Infrastruktur

 

Angreifer hatten Zugriff auf zwei Maschinen des FreeBSD-Projekts. Anwender sollten von dem Vorgang nicht betroffen sein, eventuell aber ihre Rechner überprüfen und notfalls neu installieren.

Vor etwas mehr als einer Woche sei dem FreeBSD-Team ein Einbruch in seine Infrastruktur aufgefallen, wie es nun mitteilt. Die Beteiligten gehen davon aus, dass die zwei betroffenen Systeme bereits seit dem 19. September dieses Jahres kompromittiert waren.

Der unberechtigte Zugriff gelang womöglich über den SSH-Key eines Projektbeteiligten. Das Base-System von FreeBSD sei dabei aber nicht gefährdet gewesen. Auf den infiltrierten Rechnern befanden sich nur Daten und Pakete von Drittanbietern, heißt es in der Ankündigung.

Über die Pakete von FreeBSD-9.1, das sich noch in der Testphase befindet, kann das Team jedoch keine Auskünfte geben. Deshalb wurden die Pakete vorübergehend offline genommen und werden neu gebaut. Über Prüfsummen können Nutzer herausfinden, ob diese nun nicht mehr verfügbaren Pakete auf dem eigenen System vorhanden sind. Die Pakete sollten dann ersetzt werden.

Darüber hinaus könne das Team aber keinerlei Garantien für Pakete geben, die zwischen dem 9. September 2012 und dem 11. November 2012 installiert oder aus den Ports-Quellen kompiliert wurden. Sicherheitshalber sollten alle Betroffenen darüber nachdenken, FreeBSD auf ihren Systemen neu zu installieren, auch wenn es noch keine Hinweise auf eingeschleusten Schadcode in einem der Programme gebe.

Anwender werden zudem gebeten, die Anwendung Portsnap zum Aktualisieren der Port-Zweige zu benutzen. Auf Cvsup und Csup sollte verzichtet werden, da diese als überholt gelten. Das FreeBSD-Team erstellt auch wieder aktuelle Schnappschüsse des Port-Trees, nachdem dies vorübergehend eingestellt wurde.  (sg)

 

 

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